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35 Jahre Mondlandung

Die Apollo 11 Mission | Was kam danach ? | Die Mondverschwörung

 

Editorial

„Ein kleiner Schritt für einen Mann, ein großer Schritt für die Menschheit.“ Vor 35 Jahren sprach
Neil Armstrong diesen legendären Satz.Ein Traum war in Erfüllung gegangen.

Das Wettrennen vorbei.

Die Menschheit auf dem Mond gelandet. Ein Meilenstein der Geschichte. In Büchern – ob nur mit Buchstaben oder vielen kleinen Bildchen, also den Comics – oder dem Film gab es das alles schon viel früher. Bis heute hält sich aber das Gerücht, in der Wirklichkeit gab es das bisher garnicht. Die Apollo 11-Crew wäre niemals auf dem Mond gelandet. Die Mondlandung – eine Lüge? Der Mond – im Speziellen die Mondlandung – ein vielschichtiges Thema. Schauen wir also zum Himmel.

Und sehen... den Mond... den Traum der Menschheit.

 

 

 

Der Wettlauf zum Mond - Der kalte Krieg im All

Anfang der 50er Jahre beginnt neben der militärischen Konkurrenz der beiden Supermächte USA und UdSSR auch der Wettlauf ins All. Die USA halten sich lange für technisch deutlich überlegen und glauben, das Rennen klar für sich entscheiden zu können. Nicht zuletzt, da sie hervorragende Wissenschaftler und Techniker, wie den deutschen Raketenpionier Wernher von Braun im Team haben. Die von ihm im 2. Weltkrieg in Deutschland gebaute A4-Rakete (später V2) wird konsequent weiterentwickelt.

 Am 4. Oktober 1957 folgt dann das Ereignis, das als Sputnik-Schock bekannt ist: Der Sowjetunion gelingt es, den ersten Satelliten ins All zu schicken. Sputnik 1 ist eine 60 Zentimeter große Aluminiumkugel, wiegt knapp 84 Kilogramm und legt in der Stunde 28.000 Kilometer zurück. Er überfliegt regelmäßig die USA – und trifft die Amerikaner damit tief in ihrem nationalen Stolz. Als Reaktion darauf gründen die USA die „Advanced Research Projects Agency“, kurz ARPA, deren Ziel es sein soll, den technologischen Vorsprung der USA zu sichern.

Am 31. Januar 1958 gelingt es dann auch nach einigen Pannen den USA, einen kleinen Satelliten ins All zu schicken, nachdem bereits aus der UdSSR hämisch nachgefragt wurde, ob man vielleicht Hilfe beim Transport dieser „Grapefruit“ brauche.

 

Am 3. November 1957 folgt der nächste Schock. Mit der Hündin Laika reist an Bord von Sputnik 2 das erste irdische Lebewesen im Weltall. Ein Rückfl ug ist zwar nicht möglich, doch der Vorsprung gegenüber den USA ist gewaltig. Die Amerikaner fürchten, dass die Sowjetunion längst nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat.

Als Reaktion auf den Sputnik-Schock entzieht Präsident Eisenhower, der dem Militär misstraut, dem Pentagon das Raumfahrtprogramm und gründet am 1. Oktober 1958 die NASA (National Aeronautics and Space Administration).

 

 

 

 

 

 

 

Im September 1959 besucht Nikita Chruschtschow mit seinem Sohn Sergej als erster sowjetischer Staatschef die USA und zeigt den Amerikanern die Kopie einer Plakette, die angeblich vor Kurzem von den Sowjets in einer Kapsel auf den Mond geschossen wurde. Der Bluff gelingt. Die USA glauben, dass die Sowjetunion modernste Raketen besitzt und Washington jederzeit angreifen kann. Daraufhin schicken die Amerikaner Satelliten mit Fotokameras ins Weltall, um die Sowjetunion auszuspionieren. Sie decken Chruschtschows Bluff auf, behalten die Nachricht aber jahrelang für sich. Es ist nun die feste Absicht der NASA, mit dem „Mercury“-Projekt den ersten Menschen ins All zu bringen.

 

 

Umso größer ist der Schock, als am 12. April 1961 der Kosmonaut Oberst Jurij Gagarin mit einer Wostok 1 Rakete die Erde umkreist. In aller Eile bereiteten die Amerikaner ihren Start ins All vor. Am 5. Mai 1961 wird der Astronaut Alan Shepard als erster Amerikaner mit einer Mercury Redstone 3 / Freedom 7 auf einer ballistischen Bahn ins Weltall geschossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst am 20. Februar 1962 kann John Glenn mit Friendship 7 die erste Erdumrundung eines Amerikaners durchführen. Fest entschlossen, die nächste Runde um den Wettlauf ins All für sich zu entscheiden, verkündet Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 als Ziel der NASA, noch in diesem Jahrzehnt einen Mann auf den Mond zu schicken und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen.

Die sowjetischen Weltraumrekorde halten aber auch noch 1964 an, als das neue Raumschiff Woschod 1 erstmals drei Menschen gleichzeitig in eine Erdumlaufbahn bringt. Hierbei wird allerdings , wie sich später herausstellt, getrickst. Die Sowjetunion verzichtete auf Sicherheitsmaßnahmen, um einen dritten Konturensitz in die Kapsel zu quetschen. Den ersten Flug einer Frau ins All (Valentina Tereshkova am 16. Juni 1963) kann man nicht wirklich als weiteren Rekord werten, da es sich um eine Wiederholung der vorherigen Alleinflüge handelt.

 

Am 2. März 1965 verlässt der Kosmonaut Alexej Leonow seine Raumkapsel und schwebt als erster Mensch, nur mit einer Leine gesichert, frei im All. Erst sehr viel später stellt sich heraus, dass er es beinahe nicht in die Raumkapsel zurückgeschaft hätte: Sein Raumanzug hatte sich unerwartet sehr stark aufgebläht, so dass er nicht mehr durch die improvisierte Ausstiegsluke passte. Er musste den Druck ablassen, um ins Raumschiff zurückkehren zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den Vereinigten Staaten kommen ernste Zweifel auf, ob der Rückstand gegenüber der UdSSR überhaupt noch aufzuholen sei. Umso mehr wird das Projekt Gemini gefördert, das nun zwei Astronauten ins All befördern kann. Die Hauptziele von Gemini sind Tests von Geräten, Andockmanövern und Triebwerkszündungen für Kurskorrekturen im All sowie ein Weltraumspaziergang. All diese Manöver sind unabdingbar um die spätere Mondmission -Apollo- durchzuführen

 

 

Für dass Apollo Mond-Programm wird eigens eine neue Superrakete, die Saturn 5, von Wernher von Braun entwickelt und gebaut. Sie ist 110 Meter hoch, wiegt 2750 Tonnen, davon allein 2600 Tonnen Treibstoff, und kann 150 Tonnen Nutzlast in den Orbit bringen. Das Jahr 1967 geht als Jahr der Katastrophen in die Geschichte des bemannten Raumflugs ein: Bei einem Routinetraining in der Apollo 1-Kapsel bricht durch einen Kurzschluss ein Feuer aus. Die Luke der Kapsel lässt sich nicht mehr, wie bei Mercury absprengen, sondern öffnet sich nach innen.

Diese folgenschwere Änderung im Design hatte man durchgeführt, nachdem bei der Wasserung der Liberty Bell 7 sich deren Luke unerwartet lossprengte, und die Kapsel im Meer versank. Der Astronaut Gus Grissom konnte damals gerettet werden. Auch diesmal ist er mit an Bord. Wegen dem Überdruck in der Kapsel gelingt es ihm und seinen Kollegen Ed White und Roger Chaffee nicht, die Luke zu öffnen. Sie werden Opfer der Flammen. Das Unglück und die darauf folgenden Ermittlungen werfen das Projekt Apollo um 18 Monate zurück.

Am 24. April 1967 zerschellt Vladimir Komarow bei seiner Rückkehr mit der Sojus 1 am Boden. Durch eingedrungenes Harz hatte sich der Bremsfallschirm seiner Kapsel verklebt und konnte sich nicht richtig öffnen. Dies ist auch der erste Unfall des sowjetischen Raumfahrtprogramms, der nicht geheim gehalten werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Sowjets arbeiten fieberhaft daran, einen Kosmonauten zum Mond zu bringen. 1968 schicken sie die erste unbemannte Kapsel zum Mond, die Fotos von der bis dahin unbekannten Rückseite des Erdtrabanten zur Erde sendet. Am 15. Januar 1969 gelingt es, mit Sojus 4 und 5 die erste Koppelung zweier bemannter russischer Raumkapseln im All durchzuführen.

Wieder sieht es so aus, als ob die Amerikaner das Nachsehen hätten.

Doch plötzlich werden die erfolgsverwöhnten Sowjets vom Glück verlassen. Die Sojus Raketen erweisen sich als zu unzuverlässig und nicht ausreichend für einen bemannten Flug zum Mond. Die dafür neu entwickelte Trägerrakete N-1, das sowjetische Gegenstück zur Saturn V, ist die große Hoffnung. Mitten während der Entwicklungsphase der N-1 (oder Herkules, wie der geheime Projektname lautet) verstirbt auch noch der Chefkonstrukteur Sergej Pawlowitsch Koroljow. Seinem Nachfolger Wassili Mishin gelingt es nicht, die vielen Hundert gegeneinander abgeschotteten Bereiche des Raumfahrtprogramms zu koordinieren.

Alle Tests der N-1 enden in Fehlschlägen. Noch weigert man sich, es sich einzugestehen, aber das Projekt ist zum Scheitern verurteilt. Im Oktober 1968 absolvieren die Astronauten Walter M. Schirra, Donn F. Eisele und Walter R. Cunningham mit Apollo 7 den ersten bemannten Testflug des Projekts im Erdorbit. Im Dezember 1968 umrunden Frank BorBorman, James A. Lovell und William A. Anders mit Apollo 8 erstmals den Mond. Mit Apollo 9 gelingt James A. McDivitt, David R. Scott und Russell L. Schweickart der erste Test der Landefähre im Erdorbit. Es folgt Apollo 10, bei deren Flug sich die Astronauten Thomas P. Stafford und Eugene A. Cernan mit der Landefähre bis auf 15 Kilometer der Mondoberfläche nähern, bevor sie damit wieder zu John Young in die Kommandokapsel zurückkehren.

Amerika ist bereit für die Mondlandung.