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35 Jahre Mondlandung

Der Wettlauf zum Mond | Die Apollo 11 Mission | Die Mondverschwörung

 

Mit Apollo 11 war Kennedys Versprechen erfüllt, innerhalb der 60er Jahre einen Menschen
zum Mond und sicher wieder zurück zur Erde zu bringen.

Aber eigentlich sollte dies nur der erste Schritt sein.

 

 

Ursprünglich waren zehn Mondlandungen geplant, aber nachdem man die Russen geschlagen hatte, ließ das öffentliche Interesse an der
bemannten Raumfahrt nach und damit auch der Wille, diese sündteuren Missionen aus Steuergeldern zu finanzieren.

Das Programm wurde immer weiter zusammengekürzt.

Die einzelnen Missionen waren so geplant, dass man von den Erfahrungen der vorhergehenden profi tierte und jeweils den nächsten Schritt in Angriff nehmen konnte. So war das Ziel bei Apollo 12 im November 1969 eine punktgenaue Landung im „Ozean der Stürme“(Oceanus Procellarum), in der Nähe der am 20. April 1967 gelandeten unbemannten Mondsonde „Surveyor 3“.

Außerdem sollte Apollo 12 die ersten Farbfernsehbilder vom Mond übertragen. Beinahe hätte der Flug allerdings geendet, bevor er richtig begonnen hatte. Während des Starts wurde die Saturn-Rakete vom Blitz getroffen, wodurch kurzfristig die komplette Bordelektronik ausfiel. Zum Glück gelang es, sie wieder in Betrieb zu nehmen, so dass die Mission fortgesetzt werden konnte.

Die Landung wurde ein voller Erfolg und die Übertragung der Mission der als Spaßvögel bekannten Astronauten Richard F. Gordon, Charles Conrad und Alan Bean versprach äußerst unterhaltsam zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Flug zum Mond verlief für Apollo 16 im April 1972 planmäßig, obwohl es Probleme mit dem Lagekontrollsystem gab.

Neuerungen bei dieser Mission waren der Einsatz von UV-Kameras und Spektrographen für Experimente.Mit der letzten Mondlandung, Apollo 17, im Dezember 1972 betrat auch zum ersten Mal ein Geologe den Mond: Dr. Harrison Schmitt war der Pilot der Landefähre.

Kurioserweise schliefen die drei Astronauten an Bord des Kommandomoduls so tief, dass Huston sie erst mit einer Stunde und zehn Minuten Verspätung für den Schwenk in den Mondorbit wecken konnte. Kommentar von Eugene A. Cernan: „Pardon, wir haben etwas verschlafen.“ Darauf Houston: „Das ist die größte Untertreibung des Jahrhunderts!“

Die Astronauten führten auf der Mondoberfläche weitere geologische Experimente durch und zündeten unter anderem auch Sprengladungen, deren Erschütterungen Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Mondes zuließen. Die auf dem Mond zurückgelassene Kamera lieferte unsvon der Erde aus ferngesteuert wohl die schönste Aufnahme eines Abflugs vom Mond.

Cernan und Schmitt waren die letzten Menschen auf dem Mond. Das Abenteuer war beendet.

 

 

Die bereits hergestellten Komponenten für Apollo 18-20 wurden für die Projekte Skylab und Apollo-Sojus verwandt.

Dann folgte das Shuttle-Programm, das bis heute andauert.

 

 

Leider kam diesen Ereignissen Al Beans besonderes Verhältnis zu Kameras in die Quere:

Er richtete versehentlich die hochempfindliche Bildröhre der Farbfernsehkamera auf die Sonne aus, so dass die TV-Übertragung durch deren Überlastung ein freundliches Schwarzbild lieferte.

Dann zerbröselte ihm seine Hasselblad-Fotokamera aufgrund eines Konstruktionsfehlers unter den Händen, so dass man für die Mondausflüge nur noch eine Kamera zur Verfügung hatte.

Der an Bord der Mondlandefähre geschmuggelte Selbstauslöser, der zur Überraschung aller das erste und einzige Foto zweier Astronauten auf
dem Mond neben der Surveyor liefern sollte, blieb bis zum letzten Augenblick verschwunden und wurde dann von Bean in einem Ausbruch von Frustration weggeworfen, bevor ihm aufging, dass noch Zeit für ein „Touristenfoto“ vor der Landefähre gewesen wäre. Zu allem Unglück traf ihn auf dem Rückflug vom Mond eine nachlässig
verstaute Kamera am Kopf und setzte ihn für einige Zeit außer Gefecht.

Mit der Beinahe-Katastrophe von Apollo 13 flammte das Interesse der Öffentlichkeit an den
Mondmissionen noch einmal kurz auf. Die Ereignisse wurden später in einem Kinofilm nachempfunden und sind sattsam bekannt. Da Apollo 13 das Missionsziel nicht erreicht hatte, landete nun Apollo 14 im Frau Mauro Gebiet. Als Neuerung hatten die Astronauten einen Handwagen dabei, auf dem man Geräte und Experimente transportieren konnte. Während dieser Mission fand auch Alan Shepards berühmtes „Golfspiel auf dem Mond“ statt. Dass Ed Mitchell außerdem ein Speerwerfen veranstaltete, ist weniger bekannt.

 

Nachdem man so ziemlich alles ausgetestet hatte, war Apollo 15 im Juli 1971 die erste Mission, bei der die Wissenschaft im Vordergrund stehen sollte. Kurz vor dem Start war bekannt geworden,dass die Missionen 18-20 gestrichen wurden, daher zog man die eigentlich erst für später geplanten
wissenschaftlichen Missionen vor. Zum ersten Mal hatte man auch das Lunar Roving Vehicle (LRV) – das „Mondauto“ – dabei, welches einen größeren Aktionsradius gestattete. Die Mondkapsel führte doppelt soviel wissenschaftliches Gerät mit, wie bei früheren Missionen – und die Astronauten blieben auch doppelt so lange auf dem Mond. Bei der Landung auf der Erde öffnete sich einer der drei Fallschirme nicht. Trotzdem landete
Apollo 15 sicher am 7. August 1971.