Titel:[10401] Wolkenmuster auf der Venus
Beschreibung: Auf ihrer Reise zu Jupiter hat die Raumsonde Galileo die Venus passiert und dieses Bild aus 2,7 Millionen km Entfernung aufgenommen. Die Farben wurden mit Filtern verstärkt, um schwache Kontraste deutlicher hervorzuheben. Die Schwefelsäure-Wolken zeigen deutliche Hinweise auf atmosphärische Aktivität infolge von Konvektionsströmungen. Die Wolkenformationen in den Äquatorgegenden ähneln denen, die es an einem Sommertag auf der Erde gibt.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: Galileo/NASA

Titel:[10402] Venus im ultravioletten Licht
Beschreibung: Das Hubble-Weltraumteleskop machte dieses Bild der Venus im UV-Licht am 24. Januar 1995 aus 113,6 Millionen km Entfernung. Venus ist von Wolken aus Schwefelsäure bedeckt, im Gegensatz zu den Wasserdampfwolken auf der Erde. Im UV-Bereich erscheinen die Wolkenmuster viel auffälliger als im optischen Bereich. Auf diesem Bild ist ganz deutlich ein "Y"-Muster zu sehen. Die dunklen Gebiete, die dieses Muster bilden, entsprechen Bereichen mit mehr Schwefeldioxid in der oberen Wolkenschicht. Die Wolken ziehen innerhalb von etwa vier Tagen einmal um den Planeten.
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Bildnachweis: STScI-PRC95-16, L. Esposito (University of Colorado, Boulder) und NASA

Titel:[10403] Niedrige Wolken auf Venus
Beschreibung: Diese beiden Aufnahmen zeigen Einzelheiten der niedrigen Wolkenschicht (48-53 km über der Oberfläche), die normalerweise von höheren Wolken verdeckt ist. Sie entstanden mit der Infrarot-Kamera an Bord der Raumsonde Galileo, die zum Jupiter unterwegs war. Das Bild links zeigt die Strahlungshitze der unteren Atmosphäre mit einer Temperatur von etwa 200° C, die durch die höheren, dichteren und -35° C kalten Wolken hindurchscheint. Das Bild rechts ist ein Negativ des linken Bildes und gibt nach Auffassung der Wissenschaftler in etwa den Anblick wieder, den wir mit bloßem Auge von der unteren Atmosphäre hätten.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: Galileo/NASA

Titel:[10404] Hohe Wolken auf Venus
Beschreibung: Diese Aufnahmeserie zeigt Venus ein paar Tage nach der engsten Passage der Raumsonde Galileo auf ihrem Weg zum Jupiter. Das Bild links oben entstand vier Tage nach dem Vorbeiflug, das Bild rechts oben fünf Tage danach, das Bild links unten sechs Tage danach und das Bild rechts unten weitere zwei Stunden später. Norden ist oben und die Tag-Nacht-Grenze liegt links. Die Wolkenmuster rotieren von rechts nach links und brauchen für eine Umrundung des Planeten etwa vier Tage.
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Bildnachweis: Galileo/NASA

Titel:[10405] Gesamtansicht der Venus
Beschreibung: Eine Gesamtansicht des Planeten Venus, zentriert auf 180° östlicher Länge. Das Bild entstand im Computer durch Zusammenfügen vieler Radaraufnahmen der Raumsonde Magellan. Magellan trat 1990 in eine Umlaufbahn um Venus ein und hat den von Wolken verhüllten Planeten vier Jahre lang umfassend kartiert. Datenlücken in dieser Aufnahme wurden mit Daten der vorhergehenden Mission, Venus Pioneer Orbiter, gefüllt. Die künstlichen Farben wurden genutzt, um auch kleine Strukturen deutlicher erkennbar zu machen; sie beruhen auf den aus den Aufnahmen der sowjetischen Sonden Venera 13 und 14 bekannten Farben.
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Bildnachweis: NASA/Magellan

Titel:[10406] Perspektivischer Blick
Beschreibung: Ein interessanter Blick auf die Venus auf der Basis von Magellan-Daten, zentriert auf 45° Nord und 11° Ost. Die Auflösung beträgt 225 m. Das Bild überdeckt eine Fläche von 439 mal 474 km und entspricht einem Blick aus 600 km Höhe. Die Höhenunterschiede wurden 100fach verstärkt. Die Farbskala ist ein Maß des Ausstrahlungsvermögens von Licht und Hitze - rote Regionen strahlen am meisten. Die kreisförmigen Senken und Bruchmuster (sogenannte Koronae) gibt es nur in den Flachländern der Venus. Sie treten gehäuft entlang der tektonischen Gürtel des Planeten auf. Die Koronae variieren stark in Größe und Aussehen. Die hier abgebildeten sind relativ klein (< 100 km Durchmesser, < 1 km tief) und werden auch "Arachnoide" genannt, weil sie Spinnen ähnlich sehen. Sie entstanden vermutlich an vulkanischen "Hot Spots" durch Magma-Aktivität unter der Venusoberfläche.
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Bildnachweis: NASA/USGS

Titel:[10407] Perspektivischer Blick
Beschreibung: Ein interessanter Blick auf die Venus auf der Basis von Magellan-Daten, zentriert auf 15° Süd und 129° Ost. Die Auflösung beträgt 225 m. Das Bild überdeckt eine Fläche von 1125 mal 1125 km und entspricht einem Blick aus 1200 km Höhe. Die Höhenunterschiede wurden 20fach verstärkt. Die Farbskala ist ein Maß des Ausstrahlungsvermögens von Licht und Hitze - rote Regionen strahlen am meisten. Auf diesem Bild ist der Übergang von den Tiefebenen zum bergigen Gelände zu sehen. Das Tiefland rechts besteht aus sich überlappenden, dunklen und glatten Lavaströmen, die von einer Reihe paralleler Brüche durchzogen sind. Das Bergland besteht dagegen aus einem komplexen Muster einander durchschneidender Brüche und Bergketten. Ein großer Grabenbruch trennt beide Gebiete voneinander.
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Bildnachweis: NASA/USGS

Titel:[10408] Perspektivischer Blick auf das Galindo-Viereck auf Venus
Beschreibung: Ein Teil des Galindo-Vierecks auf Venus mit Blickrichtung nach Norden. Im Vordergrund fällt die 200 km durchmessende Nagavonyi-Korona auf. Koronae sind kreisförmige vulkanische Gebiete, die sich vermutlich über heißen Magma-Flecken bilden, die knapp unterhalb der Venusoberfläche liegen. Hinter der Korona erhebt sich ein 2 km hoher Schildvulkan, der klare Hinweise auf Lavaströme an seinen Hängen zeigt. Die dunklen Flecken mitten im Bild sind Bereiche, für die es keine Daten gibt.
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Bildnachweis: NASA/USGS

Titel:[10409] Sif Mons und Gula Mons
Beschreibung: Ein perspektivischer Blick auf zwei gigantische Vulkane auf der Venusoberfläche. Das Bild entspricht dem Anblick aus 1,2 km Höhe und 700 km südöstlich von Gula Mons, dem Vulkan rechts. Gula Mons ist 3 km hoch. Sif Mons, links am Horizont, ist nur 2 km hoch, hat aber einen Durchmesser von 300 km. Das Bild entstand durch eine Kombination der Radardaten der Raumsonde Magellan und der Daten der sowjetischen Sonden Venera 13 und 14 für die Farbgebung.
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Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10410] Maat Mons
Beschreibung: Der Vulkan Maat Mons auf der Venus, gesehen aus 1,7 km Höhe und etwa 560 km nördlich des Vulkans. Unterschiedliche Farben entsprechen unterschiedlichem Material an der Oberfläche. Der eher goldene Farbton gibt Lava wieder, die vor vielen Jahren aus dem Vulkan geflossen ist. Maat Mons ist etwa 8 km hoch und wurde nach der ägyptischen Gottheit für Wahrheit und Gerechtigkeit benannt. Um die Merkmale deutlicher hervortreten zu lassen, wurde die vertikale Skala 22,5fach überhöht.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10411] Golubkina-Krater
Beschreibung: Dreidimensionale Darstellung des Golubkina-Kraters. Die Helligkeitsunterschiede wurden verstärkt, um die Strukturen besser hervortreten zu lassen. Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 34 km. Auffällig sind der Zentralberg und das innen terrassenförmige Ringgebirge, typisch für große Einschlagkrater auf vielen Körpern im Sonnensystem. Die Terrassen formen sich erst spät bei der Kraterentstehung, wenn Hohlräume einbrechen, die beim Einschlag im Gebirge entstanden sind. Der Zentralberg entsteht durch einen Rückprall des inneren Kraterbodens.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10412] Riley-Krater
Beschreibung: Ein Schrägblick über den 25 km breiten Riley-Krater. Das Bild wurde aus Radardaten konstruiert, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln gewonnen wurden. Diese unterschiedlichen Perspektiven erlauben präzise Höhenmessungen. Der Kraterboden liegt 580 m unter den umgebenden Ebenen. Der Kraterrand erhebt sich 620 m über die Ebenen und liegt somit 1200 m über dem Kraterboden. Der Zentralberg ist 536 m hoch. Trotz der 22fach verstärkten Höhendarstellung erscheint der Krater sehr flach, da sein Durchmesser 40mal größer ist als seine Tiefe.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10413] Einschlagkrater
Beschreibung: Dieses Fotomosaik der Lavinia-Region auf Venus zeigt drei große Einschlagkrater. Das Bild entstand aus mehr als 30 Einzelfotos und hat eine Auflösung von 120 m. Die drei Krater haben Durchmesser zwischen 37 und 50 km. Sie zeigen viele Merkmale eines Meteoriten-Einschlags: helles Auswurfmaterial, innen terrassenförmige Ringgebirge und einen Zentralberg. In der südöstlichen Ecke des Mosaiks gibt es eine Reihe von Auswölbungen, vermutlich vulkanischen Ursprungs, die einen Durchmesser von 1 bis 12 km haben.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10414] Sacajawea Patera
Beschreibung: Sacajawea Patera ist eine Tiefebene, etwa 1-2 km tief und 120 mal 215 km groß. Eine Region mit gekrümmten linearen Strukturen ist vermutlich eine Reihe von kleinen Gräben und Bruchhängen, welche die Senke umgeben. Diese Merkmale liegen jeweils etwa 0,5 bis 4 km auseinander, sind alle etwa gleich breit und bis zu 100 km lang. Im Südosten fällt eine Bruchzone mit etlichen linearen Strukturen auf. Nur wenige Fließstrukturen sind in dieser Region zu erkennen - vermutlich hat die Erosion sie bereits verwischt.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10415] Alpha Regio
Beschreibung: Sieben kreisförmige, kuppelartige Hügel mit durchschnittlich 25 km Durchmesser und bis zu 750 m Höhe dominieren dieses Bild. Diese Strukturen sind vermutlich sehr zähe Lavaflüsse, die aus Rissen in der Ebene emporquollen. Die Brüche auf den Hügeln sprechen dafür, daß die äußeren Schichten nach dem Abkühlen und dem damit verbundenen leichten Schrumpfen der Lavamassen im Innern der Hügel eingebrochen sind. Eine andere Theorie geht davon aus, daß nach oben drückendes geschmolzenes Gestein die äußeren Schichten angehoben hat, die dann eingebrochen sind, nachdem das knapp unter der Oberfläche lagernde Magma in tiefere Schichten zurückgesunken war.
Copyright:(c) Public Domain
Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10416] Eistla-Region
Beschreibung: Dieses Bild zeigt ein äußerst ungewöhnliches vulkanisches Phänomen, das man kein zweites Mal beobachtet hat. Diese Struktur ist von Ost nach West 122 km groß, von Nord nach Süd nur 107 km. Offenbar gibt es dort einen leicht konkaven Gipfel, an dessen Hängen Bergketten und Täler verlaufen. Nach Westen hin scheint der Kraterrand von Lavaströmen aus dem Zentrum des Kraters durchbrochen zu sein.
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Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10417] Latona-Korona und Dali Chasma
Beschreibung: Latona-Korona ist ein kreisförmiges Merkmal auf Venus mit einem Durchmesser von etwa 1.000 km, dessen östliche Hälfte auf diesem Bild links zu sehen ist. Diese Korona hat eine glatt ansteigende Kante mit hellen Linien und Brüchen, die strahlenförmig vom Zentrum zur Kante verlaufen. Die anderen hellen Merkmale gehören zu den 3 km tiefen Trögen von Dali Chasma. Dali Chasma und Diana Chasma sind Systeme von tiefen Trögen, die sich 7.400 km weit über die Venusoberfläche erstrecken. Die Höhen sind in dieser Darstellung 10fach verstärkt. Wissenschaftler nutzen überhöhte Darstellungen oft, um Zusammenhänge zwischen Struktur und Topographie zu untersuchen.
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Bildnachweis: NASA/JPL

Titel:[10418] Venera-Blick auf Venus
Beschreibung: Zwei Venera-Aufnahmen, die zusammen einen 180°-Blick auf Venus ergeben. In den Ecken links und rechts oben kann man gerade noch den Himmel erkennen. Ansonsten zeigt das Bild Einzelheiten der felsigen Landschaft. Zwischen 1967 und 1983 wurden 16 Venera-Sonden gestartet. Die ersten drei Missionen schlugen fehl, aber alle anderen erreichten Venus und machten erstmals Messungen in der Atmosphäre und an der Oberfläche.
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